
Da keinerlei Erfahrungen mit der Erschließung von Pilgerwegen vorlagen, ergaben sich viele Anknüpfungspunkte für die Bearbeitung des Themas: Die Geschichte der Pilgerbewegung; Die Legenden um Jakobus; Das Verhältnis der Evangelischen Kirche zum Pilgern; Das Pilgern als Modetrend.
Neben diesen Themen stand dann als Aufgabe, eine arbeitsfähige Gruppe aufzubauen. Es hieß, Kontakte zu knüpfen, Gespräche zu führen, Engagierte einzubinden, immer unter Berücksichtigung der Stärken von Ehrenamtlichen und der Grenzen von Ehrenamtlichkeit.Zugleich war es von Anfang an wichtig, sich realisierbare Ziele zu stecken, sich selbst und dievorhandenen Möglichkeiten kritisch einschätzen.
Die Nachhaltigkeit ist bei solchen Vorhaben / Projekten sehr wichtig. So muss neben der Erschließung des Pilgerweges auch die Pflege der Infrastruktur für die Zeit danach bedachtwerden. Es müssen Pilgerherbergen eingerichtet, die Homepage gepflegt werden und die Kirchen am Weg offen sein. Eine Beratung mit Esther Zeiher (Projektleiterin des Ökumenischen Pilgerweges) ergab, dassein Verein gegründet werden sollte, der die Erschließung und auch die Wartung und Pflegedes Pilgerweges zur Aufgabe hat. So gibt es zum Beispiel für die jeweiligen Wegabschnitte„Wegbereiter / -innen“.
Sie sind Ehrenamtliche, die gern wandern, sich mit Regionalgeschichteihrer Heimat beschäftigen und anhand ihrer Kenntnisse einen begehbaren Weg konzipieren.Sie orientieren sich am Verlauf der Alten Frankenstraße, binden vorhandene Wanderwegeein und haben auch im Blick, dass Kirchen in regelmäßigen Abständen am Wege sind. Die Wegbereiter stellen ihr Wegkonzept dann der Gesamtgruppe vor.
Wenn in Zukunft der Weg markiert sein wird, werden sie dann ihre Arbeit als Wegewartewahrnehmen. Dabei werden sie sich an ihre Aufbauarbeit erinnern, und jedes Frühjahr ihrenAbschnitt mit dem Fahrrad abfahren, um die Markierungen zu kontrollieren. Wenn sie dieArbeit als Wegewarte nicht mehr ausführen können, ist es ideal, wenn sie eine neue Personeinführen. So wird es auch am Ökumenischen Pilgerweg gehandhabt.
Seit Ende 2009 gibt es den Verein „Sächsischer Jakobsweg an der Frankenstraße e.V.“.

